18.05.2018 - Robuste Ergebnisse auch in anspruchsvollem Umfeld

Robuste Ergebnisse auch in anspruchsvollem Umfeld

  • Schwieriges Umfeld für Banken hält an.
  • Fürstlich Castell’sche Bank mit solidem Jahresergebnis von 2,3 Mio. EUR trotz spezifischer Belastungen, Kernkapitalquote steigt auf mehr als 12 %.
  • Konstruktiver Kapitalmarktausblick für 2018: Comeback Europas wird sich fortsetzen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 hat die Fürstlich Castell’sche Bank trotz widriger Marktumstände ein robustes Ergebnis erzielt. Die Umfeldbedingungen für Banken waren auch im Jahr 2017 sehr herausfordernd: Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und der ungebremste Strom fortgesetzter Regulierungen (MiFID II) sind Beispiele für Belastungen auf der Ertrags- aber auch der Kostenseite. „Vom teilweise ruinösen Wettbewerb im Kreditgeschäft haben wir uns bewusst ferngehalten, folglich sind entsprechende Rückgänge im Zinsergebnis zu verzeichnen“, so Klaus Vikuk, Vorstandsmitglied der Fürstlich Castell’schen Bank.

Hinzu kam als institutsspezifischer Faktor der mutmaßliche Betrugsfall eines ehemaligen Mitarbeiters, den die Bank im Herbst 2017 aufgedeckt hat. Die Organe der Bank haben rasch alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um diesen höchst unerfreulichen Vorgang lückenlos aufzuklären. Dazu zählten eine äußerst enge und kooperative Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und den Aufsichtsbehörden. Weiterhin wurden kundenbezogene Vorgänge analysiert und berechtigte Kundenforderungen ausgeglichen. Sowohl die interne Revision, Ernst & Young als auch der Wirtschaftsprüfer der Bank, KPMG, haben selektive Hinweise zur weiteren Stärkung des Kontrollsystems gegeben, die zeitnah bereits umgesetzt wurden bzw. in einem eigens dafür aufgesetzten Programm umgesetzt werden.

Auch die Kapitalmärkte – wenngleich mit in Summe positiver Entwicklung – zeigten ein saisonal unübliches Bild mit schwierigem Start in das Jahr 2017. (Geo-)politische Unsicherheiten sowie Bedenken über die wirtschaftliche Entwicklung Chinas waren dabei die fundamentalen Auslöser.

Trotz der genannten Herausforderungen konnte das Bankhaus wiederum einen soliden Jahresüberschuss von 2,3 Mio. Euro erzielen. Im Ergebnis führt dieser Jahresüberschuss – bei nahezu vollständiger Thesaurierung – zu einer weiteren deutlichen Stärkung der Kernkapitalquote der Bank, die sich nun deutlich auf einen Wert jenseits der 12 % Marke (von 10,8 % im Vorjahr) erhöht hat. „Diese Kapitalquoten freuen uns sehr, denn sie dokumentieren den positiven Weg der Bank in den letzten Jahren und sind gleichzeitig das Fundament für die weitere Entwicklung“, so unisono S.D. Ferdinand Fürst zu Castell-Castell und S.D. Otto Fürst zu Castell-Rüdenhausen, die Eigentümer der Fürstlich Castell’schen Bank.

Sehr erfreulich hat sich das Vermögensverwaltungsgeschäft entwickelt. Die klar definierte Anlagephilosophie, welche auf die Erzielung absoluter Rendite bei kontrolliertem Risiko fußt, zeigt gerade in schwierigen Marktphasen ihre relative Stärke. Neue Mandate und Aufstockungen waren die erfreuliche Folge. Damit sind auch 2017 die Provisionserträge wiederum deutlich von 14,8 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro gewachsen; sie haben sich über die letzten Jahre um rund 7 % p. a. erhöht. Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank: „Gerade in einer spätzyklischen Phase, in der wir uns derzeit an den Kapitalmärkten befinden, wächst die Bedeutung des Risikomanagements. Wenngleich wir für 2018 sehr positiv gestimmt sind, auch und gerade was das Comeback Europas, vielleicht ja dann doch mit UK, angeht, behalten wir die Risiken für unsere Kunden im Blick. Besonders  aufmerksam gilt es hier die Notenbankpolitik in den Triadenmärkten USA, Europa und Asien zu verfolgen.“