05.07.2019 - Castell-Bank erhöht Aktienquote dank monetärem Stimulus

Die Fürstlich Castell’sche Bank erhöht die Aktienquote mit einem stärkeren Fokus auf Europa, um von möglichen Kursgewinnen durch die Unterstützung der Notenbanken zu profitieren. Das weltweite Wachstumsbild hat sich weiter eingetrübt und damit auch die Inflationserwartungen.

„Sowohl die Äußerungen der Europäische Zentralbank als auch die der FED deuten auf Zinssenkungen, und für Europa sogar auf eine Neuauflage des Anleihekaufprogramms, hin,“ sagt Achim Hammerschmitt, Leiter Vermögensverwaltung der Fürstlich Castell’schen Bank. „Falls wir bei den kommenden Sitzungen der FED und der EZB im Juli wirklich Zinssenkungen bekämen, dürften Aktien davon profitieren.“

Im Gegensatz zur Politik und der Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Handelsstreit, sind die Notenbanken der Welt eine durchaus verlässliche Größe für die Märkte, erklärt Hammerschmitt. Auch wenn die Bewertungen schon recht hoch sind, zumindest in den USA, dürfte noch Raum nach oben sein.

Hinzu kommt, so Hammerschmitt, dass man auch von fiskalpolitischer Unterstützung ausgehen könne. „Die chinesische Regierung hat die Staatsausgaben deutlich nach oben gefahren, das sollte in der zweiten Jahreshälfte bei den Importen spürbar werden. Aber auch in Europa gibt es vermehrt politischen Willen Schulden zu machen und zu stimulieren.“

Die italienische Regierung setzt auf staatliche Unterstützung, die Franzosen auf Steuersenkungen und selbst in Deutschland gibt es Bewegung hin zu mehr Investitionen, um die sich eintrübende Wirtschaft zu stützen. Davon sollten auch die Märkte − zumindest noch eine gewisse Zeit − profitieren können, erklärt Achim Hammerschmitt.